Qvadriga!

  • Und das hier ist mein Geburtstagsgeschenk für Dich: Qvadriga!
  • Qvadriga? Von dem Game habe ich noch nie gehört. Um welche Art Spiel handelt es sich hier?
  • Es ist die Brettspielumsetzung eines Rennspiels.
  • Oha, ein Rennspiel. Da hast Du aber gut zugehört als ich neulich erwähnt habe, dass ich doch gerne mal etwas Anderes ausprobieren wollte als ständig F1 zu spielen.
  • Ja, ich hoffe Du wirst Deinen Spaß damit haben.
  • Bestimmt! Hat Qvadriga denn irgendwelche Besonderheiten.
  • Das will ich meinen, es ist rundenbasiert!

Ein rundenbasiertes Rennspiel – kein Wunder, dass ich von so einem Scheiß bislang weder gehört noch gelesen habe. “Klingt total bescheuert”, dachte ich mir und bedankte mich artig für das ausgefallene Geschenk.

Wochen später, während eines Kurzurlaubes, habe ich es dann aber mal in einer Bar ausprobiert. Also die Grafik, wenn man hier überhaupt von Grafik sprechen kann ist, um es gelinde auszudrücken, eine Zumutung. Tatsächlich sieht es so aus wie ein abfotografiertes Spielbrett. Alles ist starr, lediglich die Protagonisten, sprich Auriga, Wagen sowie das Pferdegespann sind animiert.

Aber von vorne.

Bei Spielbeginn entscheidet man sich für eine Fraktion und Herkunft, beziehungsweise der Startregion. Ziel ist es, genügend Ruhm zu erspielen um Zutritt zum Circus Maximus zu erlangen. Fährt man dort 3 Siege ein – diese müssen nicht hintereinander erfolgen – steigt man zu den Göttern in den Olymp auf.

Bis dahin liegt einem allerdings ein steiniger Weg bevor.

Vor jedem Rennen wird eine Ereigniskarte aufgedeckt. Diese setzt weitere Rahmenbedingungen. Beispielsweise kann es bedeuten, dass die Zuschauer Gegenstände auf den Parcours schmeißen. Hier empfiehlt es sich eine Bahn möglichst weit von den Zuschauerrängen zu ergattern, um nicht vom Geworfenen ohnmächtig zu werden oder gar zu sterben.

Ein jedes Rennen dauert 3 Runden. Alle 30 Sekunden zirka friert das Geschehen ein und man kann sich eine neue Aktion aussuchen, oder aber weitermachen wie zuvor. Die Aktionen bestehen aus:

  • beschleunigen
  • verlangsamen
  • peitschen / sprinten
  • 1,2 oder 3 Spuren zu wechseln
  • gegnerische Spieler und Pferde zu peitschen oder rammen
  • aus dem Rennverlauf zu fliehen, sollte der Wagen zerbrochen sein

Weiterhin kann man vor Rennbeginn auf seinen eigenen Sieg wetten. Zwischen den Rennen hat man die Möglichkeit, neue Pferde zu kaufen oder bestehende zu verarzten. Gleiches gilt für Wagen und Auriga. Nun ja, hätte ich es nicht selber gespielt, würde ich keinem Menschen Glauben schenken der mir weißmachen wollte, dass es sich hierbei um ein grandioses Spiel handelt.

Wetten, Rennen, Wetten.

Spätestens im zweiten Rennen aber, als ich meinen ersten Wetteinsatz platziert hatte, war die Spannung da. Schaffe ich die erste Kurve oder bin ich zu schnell? Weiter nach innen kann ich nicht steuern, da sich dort bereits auf Höhe meiner selbst zwei Aurigas im Kampf verstrickt haben. Halten oder verzögern. Der Sieg wäre hier besonders wichtig, da die Ereigniskarte eine doppelte Siegprämie versprochen hat.

Qvadriga ist nunmehr 5 Jahre in meiner Steam Bibliothek und eines der wenigen Spiele, auf das ich immer wieder gerne zurückgreife.

René ist unser Gastautor und versorgt uns mit feinsten Gaming-Geschichten aus seinem Leben.

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